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Stufenanhebung des Mindestlohns zum 01-07-2023

Jedes Jahr werden in den Niederlanden die Beträge des gesetzlich vorgesehenen Mindestlohns zweimal angepasst, und zwar im Januar und im Juli. Für die zweite Anpassung, die am 1. Juli 2023 in Kraft tritt, wurden die neuen Beträge bekannt gegeben. Ein Vollzeit-Erwachsener verdient ab diesem Zeitpunkt 1.995 Euro brutto pro Monat, 460,40 Euro pro Woche und 92,08 Euro pro Tag.

Aber was bedeutet das nun konkret pro Stunde und für Jugendliche? Das hängt vom Alter und der wöchentlichen Arbeitszeit ab. So verdient eine 21-jährige oder ältere Person jetzt mindestens 12,79 Euro pro Stunde bei einer Vollzeit-Woche von 36 Stunden. Bei Jugendlichen unter 21 Jahren liegt der Stundenlohn niedriger und variiert je nach Alter und der Anzahl der Arbeitsstunden pro Woche.

Die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Juli 2023 bedeutet für Arbeitnehmer einen Zuwachs von 3,13% gegenüber dem Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2023 galt. Eine weitere wichtige Neuigkeit ist, dass die Regierung plant, zum 1. Januar 2024 einen Mindeststundensatz einzuführen. Derzeit gibt es noch eine Mindestmindestlohn-\/Monats-, Wochen- und Tageslohn, der anschließend in einen Stundenlohn umgerechnet wird. Die Einführung eines Mindeststundensatzes könnte jedoch auch zu höheren Lohnkosten führen, was Sorgen mit sich bringt.

Aus diesem Grund wurde neben dem Gesetzesvorhaben auch eine Motie Oomen-Ruijten angenommen. Darin wird die Regierung gebeten, die wirtschaftliche Lage kleiner Unternehmer zu prüfen und zu untersuchen, welche Möglichkeiten es zur Entlastung der Lasten gibt. Außerdem soll geprüft werden, welche möglichen Spielräume die UWV-Fonds bieten. Anfang Februar haben viele Branchenverbände eine Petition eingereicht, in der sie sich für eine Reduzierung der Arbeitgeberlasten und eine schrittweise Einführung des gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststundensatzes einsetzen. Es bleibt abzuwarten, welche letztendliche Wirkung der Mindeststundensatz auf den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft als Ganzes haben wird.